Meine täglich Himbeere – gib mir heute

HimbeerenDie Liebe zur Himbeere (Rubus idaeus) begann ungefähr zu meinem 5. oder 6. Lebensjahr. Wir wohnten in einem kleinen Ort und es war an der Zeit, dass ich die Dorfschule besuchen sollte. Dazu brauchte man als angehender Schüler natürlich auch neue Schuhe. Zusammen mit meiner Mutter besuchte ich das einzige im Dorf ansässige Schuhgeschäft. Herr Winch war ein großer stattlicher Mann, der keinen Widerspruch duldete, daher dauerte es auch nicht lange, bis der passende (jedenfalls für Herrn Winch) Schuh für mich gefunden war. Meine Mutter traute sich natürlich nicht dem Herrn Schuhverkäufer zu widersprechen, ich begann zu brüllen, weil mir die Schuhe alles andere als gefielen.

Auf eine solche Situation, die sich wohl oft in diesem Schuhhaus wiederholte, da, wie ich später in der Schule feststellte, 3/4 der Schüler die gleichen Schuhe trugen wie ich, war Herr Winch vorbereitet. Er gab mir zwei kleine Päckchen mit roten Gummibärchen in Form eines Elefanten. In jedem Päckchen befanden sich 3 kleine Gummitiere. Diese schmeckten so wunderbar, dass es mir schon wieder egal war, wie meine Schuhe aussahen, denn die roten Elefanten schmeckten nach Himbeere. Allerdings viel viel stärker als ich den Geschmack dieser Frucht in Erinnerung hatte.

Wilde Himbeere aus Omas GartenHimbeerstrauch

Echte Himbeeren gab es immer nur im Sommer und zwar bei meinen Großeltern väterlicherseits.  Großmutter (Oma Luise) bewirtschaftete einen kleinen Garten in der Nähe des Friedhofs und dort wuchsen Himbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren. Ich konnte gar nicht genug von diesen wunderbaren roten süßen Früchten bekommen, ganz schnell waren die Himbeeren meine Favoriten. Brombeeren färbten Hände, Gesicht und Kleidung dunkel rot blau, so dass man sich immer etwas anhören musste. Stachelbeeren verursachten bei Überdosierung einen schrecklichen Durchfall. Nur die geliebte Himbeere war neutral und gutmütig und damit wurde ich zum Himbeere Fetischisten.

Eigentlich hätte ich schon zur damaligen Zeit tagtäglich meine geliebten Himbeeren essen können. Leider gab es damals ausschließlich irgendwelche “Tante Emma Läden” in unserem kleinen Dorf und auch in den größeren Städten war es nicht üblich, dass man das ganze Jahr über Himbeeren im Supermarkt kaufen konnte. Erst seit ca. 10 Jahren, also seit Anfang der Jahrtausendwende bekommt man diese wunderbare Frucht eigentlich in allen gut sortierten Supermärkten.

Himbeermarmelade im TestHimbeermarmeladen

Himbeermarmelade kann man selbst herstellen, dazu findet man im Internet allerlei Rezepte. Das Ganze ist leider für mich als Mann nicht so leicht durchführbar und ich gebe zu daran gescheitert zu sein. Da ich aber gern täglich (naja, eher zu 90 Prozent) morgens meine Himbeermarmelade zum Frühstück haben möchte, musste ich eine Vielzahl dieser auf dem Markt befindlichen Marmeladen und Konfitüren ausprobieren. Kein leichtes Unterfangen aber es gab ganz klare Gewinner und Verlierer.

Himbeeremarmelade Hotel

Getestet, jedenfalls geschmacklich, habe ich auch zwei Himbeermarmeladen Varianten aus unterschiedlichen Hotels. Hier kann ich schon vorweg sagen, dass beide brutal durchgefallen sind. Geschmack Null, nichts, ekelhaft.

Himbeere – Waldbeere – Brombeere

Himbeere - Brombeere - WaldfrüchteDer Mix des Brotaufstriches kann auch sehr gut schmecken, dass konnte ich bei diesem Test feststellen. Auch wenn es mir manchmal zu bitter oder auch sauer schmeckte, gab es Momente in denen man diesen Mix genießen konnte.

 Himbeer-Sahne-Creme Test Himbeer-Sahne-Creme Test

Den  Himbeer-Sahne-Creme Test habe ich bisher erst ein einziges mal durchgeführt, weil ich nicht unbedingt zu den Liebhabern davon gehöre und weil der Kaloriengehalt derart exorbitant ist, dass ich gern eine Weile Pause bis zum nächsten Test machen möchte.

Himbeere TeeHimbeere-Tee

Da ich kein ausgesprochener Teetrinker bin, war auch hier meine Zurückhaltung mit im Spiel, auch gestaltete sich die Suche nach entsprechenden Teesorten recht schwierig. Wer mir also noch andere Himbeer-Tee Sorten empfehlen kann, bitte per Mail oder Kontaktformular an mich. Dann traue ich mich da noch einmal ran.

Himbeer BonbonsHimbeer Bonbons

Hier wurde ich auch nur bei zwei Sorten fündig. Vermute aber, dass die Auswahl evtl. an Tankstellen noch größer sein dürfte, sodass ich hier vielleicht noch mehr berichten kann, als aktuell mit den beiden getesteten Sorten. Die auch beide nicht überzeugen konnten.

Eingelegte Himbeereneingelegte Himbeeren

Eingelegte Himbeeren kommen für alles Mögliche, wie Kompott, Nachtisch, Dekoration, Bowle und viele anderen Sachen in Frage. Ich habe versucht mir mal Gedanken darüber zu machen, was mit eingelegten Himbeeren alles zu machen ist.

Himbeere Edmond Fallot Senf

Edmond Fallot Senf HimbeereLeider hat unserem Tester dieser Senf nicht geschmeckt. Was natürlich subjektiv ist und nichts über die hochwertige Qualität aussagt.

Himbeeren haben wenig Kalorien und viele Vitamine

Obwohl die Himbeere sehr viel Zucker enthält, ist sie wegen des extrem hohen Wassergehalts sehr kalorienarm. Weiterhin hat sie einen ungewöhnlich hohen Vitamin Anteil der B-Gruppe, die dafür zuständig sind, dass man ruhige Nerven behält und der Stoffwechsel funktioniert. Nicht zu vergessen der hohe Anteil an Vitamin C, welches der Körper beispielsweise zum Aufbau von Bindegewebe benötigt oder zur Abwehr von Erkältungskrankheiten. Nicht zu vergessen auch die enthaltenen Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Himbeeren sind Rosengewächse

Bereits die Steinzeitmenschen haben die Himbeere gesammelt und von Südosteuropa über Europa, Asien und Amerika sehr weit verteilt. Gerade im Mittelalter fand man die Beere in fast allen Klostergärten. Die Himbeere wächst am liebsten im Sommer und zwar in Mitteleuropa in der Zeit von Juni bis Oktober.

Das die Himbeere zu den Rosengewächsen gehört, hatte ich bereits erwähnt. Die Sträucher können auch wild wachsen und ca. 2mtr. hoch werden. Die Blüten sind geruchlos und sehr beliebt bei Bienen und Schmitterlingen, die auch die Bestäubung übernehmen. Ist die Himbeere reif, kann sie sehr leicht zur Ernte vom Strauch gelöst werden. Bei kurzer Berührung fallen einem die kräftig roten Beeren direkt in die Hand. Achten Sie darauf nur reife Früchte zu ernten, denn ein Nachreifen, wie man es vielleicht von anderen Früchten kennt, gibt es bei der Himbeere nicht. Nach der Ernte sollten die Beeren noch am gleichen Tag verarbeitet oder besser gegessen werden. Maximal eine Nacht im Kühlschrank stehen lassen, oder gleich einfrieren, das geht auch.

Ich ziehe den sofortigen Verzehr vor oder die direkte Verarbeitung zur Füllung in Biskuitrollen, Kaltschalen oder roter Grütze. Gut schmeckt auch ein Shake oder Smoothie von dieser süßen Frucht. Und natürlich nicht zu vergessen die Heiße Liebe (Vanilleeis mit heißen Himbeeren).

 

Nährwerttabelle: Himbeere (pro 100 Gramm)

Energie
kcal 34
Fett
gesamt (g) Spuren
Kohlenhydrate
gesamt (g) 5
Mineralstoffe (mg)
Natrium (Na) 1
Kalium (K) 200
Calcium (Ca) 40
Magnesium (Mg) 30
Phosphat (P) 45
Eisen (Fe) 1,0
Zink (Zn) 0,5
Vitamine
Beta-Carotin (µg) 15
Vitamin E (mg) 0,9
Vitamin B1 (mg) 0,02
Vitamin B2 (mg) 0,05
Vitamin B6 (mg) 0,08
Folsäure (µg) 30
Vitamin C (mg) 25

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

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